Ganztagsschulen gemeinsam entwickeln

ein Beitrag zur evangelischen Bildungsverantwortung
MĂŒnster: Comenius-Institut 2005, 40 S.

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Ganztagsschulen eröffnen neue Möglichkeiten fĂŒr eine bessere Schule. Es kommt aber darauf an, welches pĂ€dagogische Konzept sie verwirklichen. Wie sollte eine “gute” Form von Ganztagsschule aussehen?
Lehrerinnen und Lehrer sind in ihren pĂ€dagogischen und sozial-kooperativen Möglichkeiten herausgefordert. SozialpĂ€dagogen, GemeindepĂ€dagoginnen, Pfarrerinnen oder Jugendreferenten sind damit konfrontiert, dass sich durch Entwicklungen der Schule auch ihre Arbeitsmöglichkeiten in der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit Ă€ndern. Gleichzeitig werden sie von Schulen angefragt, ob und wie sie sich kooperativ in die Gestaltung von offenen Ganztagsangeboten einbringen. Das alles hat Auswirkungen auf das SelbstverstĂ€ndnis der Agierenden und auf Konzeptionen der Arbeit in Schule, Gemeinde und SozialpĂ€dagogik. Die Aus- und Fortbildung von pĂ€dagogisch arbeitendem Personal muss solche Entwicklungen unterstĂŒtzen; Schulleitungen und TrĂ€ger der außerschulischen Kinder- und Jugendbildung mĂŒssen sich neuen Gestaltungsaufgaben stellen.
Institutionelle Grenzen sind zu öffnen und gemeinsame ArbeitsansĂ€tze der Kinder und Jugendarbeit zusammen mit Schulen zu entwickeln, die sich an Lebenslagen und BedĂŒrfnissen von Kindern, Jugendlichen und Familien orientieren.

Uns ist es ein Anliegen,

  • ĂŒber SachstĂ€nde und HintergrĂŒnde der Diskussion zu Ganztagsschulen in zusammenfassender Form zu informieren, Begriffe zu klĂ€ren, BegrĂŒndungen und Trends zu markieren;
  • an kirchliche EntscheidungstrĂ€ger, VerbĂ€nde, Gruppen, Bildungsinstitutionen u.a. Anregungen zur Beteiligung an der Diskussion zu geben und diese strukturierend zu unterstĂŒtzen;
  • VorschlĂ€ge und Empfehlungen zu geben, in welcher Weise insbesondere Ganztagsschulen zu entwickeln und Kooperationen aufzubauen sind.

urn:nbn:de:101:1-20140725171