Religionsunterricht in schwieriger Zeit

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Beschreibung

Religionsunterricht in schwieriger Zeit

Christoph Th. Scheilke (Hg.)

Ein Lesebuch zu aktuellen Kontroversen
Münster: Comenius-Institut 1997, 219 S.

Mit einer Einleitung von Roland Degen und Christoph Th. Scheilke, Textauszügen aus der EKD-Denkschrift sowie aus Erfahrungsberichten von RU-Lehrerinnen, Grundsatztexten zu rechtlichen, politischen und pädagogischen Zusammenhängen, zum Verhältnis Christenlehre - Religionsunterricht, zu römisch-katholischen Positionen und Fragen konfessioneller Kooperation, zum Verhältnis von Religionsunterricht und Ethikunterricht, zum Streit um L-E-R, zum muslimischen Religionsunterricht und zum interreligiösen Lernen nebst einer Bibliographie zur Rezeption der EKD-Denkschrift und zu Kirchlichen Äußerungen, Stellungnahmen und Synodenbeschlüsse zum Religionsunterricht seit 1990 sowiezu ausgewählter Literatur zur aktuellen Diskussion.

Aus der Einleitung:

Wie sieht es aber mit dem Religionsunterricht im Alltag wirklich aus? Wer darüber mit Lehrkräften und Experten quer durch die Republik ins Gespräch kommt, wird - wie nicht anders zu erwarten - eine enorme Vielfalt feststellen. ..."Die" Situation "des" Religionsunterrichts ist unübersichtlich geworden. Wo bei regionalen und lokalen Unterschieden seine gesellschaftliche Akzeptanz brüchig wird oder - wie in Ostdeutschland - sich nur begrenzt herstellen läßt, wird er in der Öffentlichkeit in starkem Maße begründungspflichtig. Dabei zeigen regionale und lokale Unterschiede die Freiheit dieses Faches, auf konkrete Bedingungen einzugehen und das Fach situativ zu konkretisieren. Wo Leben und Welt der Kinder, die Wahrnehmungen und Alltagserfahrungen von Kindern und Jugendlichen als Voraussetzung pädagogischen Handelns in Gemeinde und Gesellschaft an- und ernstgenommen werden, sind regionale Pluralitäten und lokale Unterschiede in der Gestaltung dieses Faches unvermeidlich und nicht defizitär zu beschreiben.
Wenn man die Daten über die Akzeptanz des RU bei Schülerinnen und Schülern vorsichtig interpretiert, so bieten sich doch zwei Schlußfolgerungen an: (a) Es gibt keinen Anlaß, auf dem Erreichten auszuruhen und von weiteren Bemühungen um didaktische Entwicklung und rechtlich-politische Absicherung abzusehen. (b) Man muß aber auch den Religionsunterricht davor schützen, schlecht geredet zu werden.
Die Debatten um den RU haben diesen erneut in den Horizont öffentlicher Aufmerksamkeit gerückt. Je klarer das Fach generell wie im Einzelfall pädagogisch und theologisch profiliert ist, desto höher dürfte seine Akzeptanz sein. Diese doppelte Profilierung stellt angesichts der Tendenzen zu einem "konfessionellen Religionsunterricht in ökumenischer Öffnung" (wie ein RU im Klassenverband manchmal genannt wird) auch eine große didaktische Herausforderung für Religionslehrerinnen und -lehrer dar, denn die Lerngruppen werden immer heterogener. Diese werden sie um so eher meistern, wenn sie dabei mit der didaktischen und methodischen Unterstützung durch die religionspädagogischen Institute der Landeskirchen, vor allem aber inhaltlicher und sozialer Unterstützung durch Gemeinden und Kirchen rechnen können.

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